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Konzept - Weiterbetrieb 20+

WEITERBETRIEB 20+ ist ein Konzept für Windenergieanlagen nach Ablauf der Betriebserlaubnis, in der Regel nach 20 Jahren.

Der Weiterbetrieb einer Anlage über die geplanten 20 Jahre hinaus ist grundsätzlich als lohnende Option zu bewerten. Auch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit gewinnt der Weiterbetrieb im Vergleich zum Repowering an Attraktivität.

Damit eine Anlage nicht ihre Betriebserlaubnis verliert, muss jedoch ihre Standsicherheit nachgewiesen werden. Ein Gutachten zum Zweck der Laufzeitverlängerung ist die Grundlage für Genehmigungsbehörden, um dem Weiterbetrieb der Anlage zuzustimmen.

Mit der „Richtlinie für den Weiterbetrieb von Windenergieanlagen“ besteht die Möglichkeit einer Bewertung von Windenergieanlagen hinsichtlich ihres Weiterbetriebs nach Ablauf der Lebensdauer, die im Rahmen dieser Richtlinie i.d.R. mit 20 Jahren angenommen wird.

Wir prüfen Ihre Windenergieanlage nach den in den BWE Grundsätzen „Grundsätze für die Durchführung einer Bewertung und Prüfung über den Weiterbetrieb von Windenergieanlagen (BPW) an Land“ festgelegten Prüfmethoden. Als Ergebnis erhalten Sie ein Gutachten für den Weiterbetrieb Ihrer WEA gemäß dem aktuellen Stand der Technik.


Schritt 1

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf - telefonisch oder per E-Mail...

In einem ersten unverbindlichen Beratungsgespräch werden Ihnen die Chancen und Risiken für den Weiterbetrieb Ihrer Windenergieanlage aufgezeigt.


Schritt 2

Auswertung der Anlagendokumentation

Bei der Auswertung der Anlagendokumentation steht die technische und energetische Verfügbarkeit Ihrer Windenergieanlage im Fokus.

Neben einer kommerziellen Analyse, die u. a. die abgeschlossenen Verträge mit Energieversorgern und die Leistungskurven der Windenergieanlage aus Wirtschaftlichkeitsaspekten beurteilt, schließt sich mit der technischen Analyse die Untersuchung der Lebenslaufdaten und die Analyse der SCADA-Daten an. Mit der SCADA-Datenanalyse werden Daten der Stromproduktion, der Windgeschwindigkeiten und der Windrichtungsverteilung, sowie der Extremgeschwindigkeiten eingehend untersucht.

Neben der kommerziellen und technischen Analyse werden die Anforderungen aus der Baugenehmigung und der Betriebsgenehmigung, sowie der zugehörigen Zertifikate (Typenprüfung) der Windenergieanlage im Detail geprüft.

Nur eine ganzheitliche Betrachtung der wirtschaftlichen und technischen Daten ermöglicht eine fundierte Prognose für den Weiterbetrieb 20+.


Schritt 3

Simulation und Lastenrechnung

Für eine Laufzeitverlängerung muss, nach den Qualitätskriterien des BWE, neben der Inspektion vor Ort auch eine Lasten- und Standortanalyse erfolgen.

Die zukünftige Standsicherheit und Betriebssicherheit ist nicht zuletzt abhängig von den tatsächlichen Lasten, die auf die Windenergieanlage in den letzten 20 Jahren eingewirkt haben.

Für eine seriöse Bestimmung des Weiterbetriebs 20+ und eine fundierte Argumentation im Hinblick auf die Verlängerung der Bau- und Betriebsgenehmigung müssen tatsächliche Standortbedingungen generiert werden.

Sofern keine tatsächlichen Windgeschwindigkeiten und Umgebungsturbulenzen für die Lastenrechnung zur Verfügung stehen, werden diese Daten aus aktuellen externen Gutachten generiert, um eine möglichst exakte Abnutzung der Windenergieanlage zu simulieren.

Neben den Windgeschwindigkeiten und Umgebungsturbulenzen sind standortspezifische Geländetopologien und die Beschaffenheit eines Windparks, d. h. die Umgebungsrauigkeit, ein wichtiger Bestandteil unserer Lastenrechnung.

Für die Einschätzung der Standortsicherheit Ihrer Windenergieanlage und der seriösen Empfehlung für einen Weiterbetrieb 20+ erstellen wir einen Lastenvergleich auf Basis schädigungsequivalenter Lastkollektive oder eventuell anderer relevanter Lastannahmen, die sich auch den vorher genannten Analysen ergeben.

Die Berechnung der standort- und turbinenspezifischen Lasten, basierend auf dem individuell angepassten Turbinenmodell, erfolgt in der Softwareumgebung Flex 5 (aeroelastische Simulationssoftware).

Aus den Ergebnissen der Lastenrechnung kann das Potenzial der Windenergieanlage für den Weiterbetrieb 20+ analytisch ermittelt werden. Diese fundierten Daten sind Grundlage für eine Strategie zur optimalen Betriebsführung aus dem Zusammenspiel von maximaler Betriebsdauer und Ertrag aus dem Verkauf der Energie.


Schritt 4

Anlagenbegehung

Für die Qualitätsprüfung einer Windenergieanlage ist eine Anlagenbegehung unverzichtbar.

Die einzelnen Komponenten der Windenergieanlage werden nach speziellen gutachterlichen Kriterien elektrisch und mechanisch untersucht. Besonderer Fokus wird bei der Begehung auf die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Analysen gelegt.

Die Anlagenbegehung schließt mit einer Gesamtbeurteilung des Zustandes der Turbine ab.


Schritt 5

Erstellen des Gutachtens für die WEA

Die Ergebnisse der Lastenrechnung und der Anlagenbegehung werden in einer abschließenden gutachtlichen Stellungnahme zusammengefasst.

Das Gutachten ist Voraussetzung für die Genehmigung des Weiterbetriebs Ihrer Windenergieanlage.

Damit Ihre Anlage auch zukünftig Strom erzeugen kann, ist eine Genehmigung bei der örtlichen Baubehörde notwendig.


Genehmigungsverfahren

Auf Wunsch sind wir Ihnen bei Gesprächen mit den Behörden behilflich...

Die Betriebserlaubnis bedarf eines entsprechenden Antrages beim Bauamt vor Ort.

 

Rufen Sie an und sprechen Sie mit unseren Experten - wir beraten Sie gern!

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